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21. November 2018 // Franziska Höfer

Vorsicht vor Black-Friday-Werbung

Amerika macht es vor, wir Deutschen machen es nach. Ein altbekanntes Spiel. Vor allem im Bereich der Werbung und der Medien. Auch den ein oder anderen “Feiertag” haben wir uns bei den Amerikanern abgeguckt.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich seit ein paar Jahren bei uns zu Lande der “Black Friday” als Verkaufsveranstaltung etabliert hat. Er gibt mit attraktiven 24-Stunden-Angeboten den Startschuss für das folgende Weihnachtsgeschäft.

Doch Vorsicht: Im Jahre 2013 wurde der Begriff “Black Friday” als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen. Eine Abmahnungswelle folgte. Zwar wurde die Wortmarke aufgrund von zahlreichen Löschungsanträgen Dritter dieses Frühjahr wieder gelöscht, jedoch hat die ehemalige Markeninhaberin Einspruch gegen die Entscheidung der DPMA eingelegt. Das heißt, die Entscheidung des Markenamtes ist somit nicht rechtskräftig. Die Verwendung des Begriffs ist also immer noch mit Vorsicht zu genießen. Wirbt man dieses Jahr nun trotzdem damit, muss man weiterhin mit einer Abmahnung rechnen. Wenn Unternehmen oder Händler dennoch nicht auf eine “Black Friday-Aktion” verzichten möchten, empfehlen wir, sich vorab von einem auf das Markenrecht spezialisierten Anwalt beraten zu lassen. Auf eine reine schlagwortartige Verwendung des Begriffs, der einer Markenennung gleichkommt, sollte vorsichtshalber komplett verzichtet werden.